02 Sep. Die Hohepriesterin
Die Karte II – Die Hohepriesterin ist die zweite Karte der Großen Arkana im Rider-Waite-Tarot. Sie steht für Intuition, Unterbewusstsein, Geheimnisse und inneres Wissen. Während der Magier (Karte I) für das aktive, äußere Handeln steht, verkörpert die Hohepriesterin das passive, empfangende und beobachtende Prinzip.
Kernaussagen & Symbolik
- Intuition & Bauchgefühl: Sie rät dazu, weniger dem Verstand und mehr der inneren Stimme oder Träumen zu vertrauen.
- Passivität & Geduld: Nicht jede Situation erfordert sofortiges Handeln. Oft ist Abwarten und Beobachten der richtige Weg.
- Geheimnisse & Verborgenes: Es gibt Aspekte einer Situation, die noch nicht an der Oberfläche liegen oder bewusst verschleiert werden.
- Die Säulen (B & J): Stehen für Boas (Dunkelheit/Stärke) und Jachin (Licht/Aufbau) vor dem Tempel Salomonis. Die Hohepriesterin sitzt in der Mitte als Vermittlerin zwischen Gegensätzen (Licht und Schatten, Gut und Böse).
- Der Granatapfel-Vorhang: Das Muster im Hintergrund symbolisiert Fruchtbarkeit, das Weibliche und den Zugang zu verborgenem Wissen.
Bedeutung in verschiedenen Lebensbereichen
- Liebe & Beziehungen: Tiefe seelische Verbindung, Verschwiegenheit oder noch unerfüllte Sehnsüchte. Sie kann auch darauf hinweisen, dass Gefühle im Verborgenen bleiben oder Zeit brauchen.
- Beruf & Finanzen: Diskretion ist gefragt. Es ist nicht der Moment für voreilige Entscheidungen – sammeln Sie erst alle Informationen und vertrauen Sie Ihrem Instinkt bei Geschäftsentscheidungen.
- Personal & Spiritualität: Eine Einladung zur Meditation, Traumarbeit und Auseinandersetzung mit der eigenen Psyche.
Welches ist gerade dein Thema? Was es auch ist, du wirst deinen Weg ins Licht finden, du wundervolle Seele.
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